Aktuelles
Meeresoffensive 2020: Weichen stellen für Mensch und Meer

16.03.2020 – Das Jahr 2020 ist ein „Superjahr für die Meere“. Zahlreiche in diesem Jahr anstehende internationale, europäische und nationale Prozesse eröffnen Chancen für eine wirksamere Meerespolitik, insbesondere die Umsetzung bereits beschlossener Ziele.
Appell an EU: Über 3600 europäische Wissenschaftler*innen fordern Abkehr von Umwelt und Ressourcen zerstörender Gemeinsamen EU-Agrarpolitik

16.03.2020 - Slow Food gehört zu den Organisationen, die den Appell von über 3600 europäischen Wissenschaftler*innen an die EU-Entscheidungsträger*innen unterstützen: Der offene Brief, der an die EU-Institutionen versendet wurde und in einer separaten Studie mit Zahlen belegt wird, kritisiert, dass die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) maßgeblich zur Zerstörung der Natur, zur gegenwärtigen Klimakatastrophe, zum Verlust der biologischen Vielfalt sowie zur Nichterreichung der sozioökonomischen Ziele für ländliche Gebiete beiträgt.
Milchen im Vergleich: Ist 'Frischmilch' wirklich frisch und was ist eigentlich Heu- oder Weidemilch?

11.03.2020 - Wie unterschiedlich Milch schmecken kann, weiß heute kaum noch jemand. Denn die Ware aus dem Kühlregal mundet zumeist identisch. Dabei ist Milch ein Naturprodukt und alles andere als gleich. Vieles hat auf sie einen Einfluss – von der Kuhrasse über die Jahreszeit bis zur Fütterung. Diese Diversität ist uns zunehmend verloren gegangen. Das versucht Slow Food zu ändern und zeigt mit dem Jahresthema Gute Milch, dass Milch nicht gleich Milch ist und was Verbraucher*innen wissen sollten, wenn sie nach der guten Milch suchen.
Weltverbrauchertag: Das wahre Alter einer Milch

11.03.2020 - Die meiste ‚Frischmilch‘, die es im Kühlregal zu kaufen gibt, ist meist schon Wochen „alt“. Dass Verbraucher*innen meinen, ein wirklich frisches Erzeugnis in den Händen zu halten, ist der irreführenden Verpackungskennzeichnung geschuldet. Zum Weltverbrauchertag am 15. März möchte Slow Food Verbraucher*innen dafür sensibilisieren, bei der Kennzeichnung ‚frisch‘ genauer hinzuschauen.
Ackerlandvergabe: Erstmals gemeinwohlorientierte Vergabekriterien von öffentlichem Land

20.02.2020 - Ein nicht unbeträchtlicher Teil der landwirtschaftlichen Flächen in Deutschland ist Pachtland im Besitz von Kirchen, Kommunen, Städten und Bundesländern. Nach welchen Kriterien wird dieses Pachtland eigentlich vergeben? Wie kann der Umgang mit öffentlichem Land in Zukunft umweltgerecht und enkeltauglich gestaltet werden? Diese Fragen richtete Karin Vorländer vom Institut für Welternährung im Interview an Björn Pasemann, Mitinitiator des zivilgesellschaftliches Bündnis „Unser Land schafft Wandel“ in Greifswald.
Lebensmittelsicherheit: Ursula Hudson weitet den Blickwinkel

10.02.2020 - Mein grundsätzlich und nahezu immer vorhandenes leises Unbehagen, wenn es um das Thema Lebensmittelsicherheit geht, ist spät im Jahr 2019 gleich durch zwei Fälle bestätigt worden: Es ging um den Fleischverarbeiter Wilke und die größte deutsche Molkerei, DMK. Zwei Fälle, die dazu beitrugen, dass die Zahl der Lebensmittelwarnungen und -rückrufe 2019 aufgrund von Verunreinigungen etwa durch Keime und Bakterien oder im Produkt vorhandene Fremdkörper wie Plastik- oder Metallteilchen insgesamt weiter zunahmen. Dabei wird den Verbrauchern doch gerne und häufig gesagt, dass Lebensmittel heute so sicher seien wie nie. Was aber ist es, dass diese Sicherheit in Fällen wie den oben genannten immer wieder ins Wanken bringt?
Lebensmittelgipfel im Kanzleramt: Tragfähige Zukunftsvisionen bleiben aus

04.02.2020 - Nach dem gestrigen „Lebensmittelgipfel“ im Bundeskanzleramt, an dem neben Bundeskanzlerin Angela Merkel Spitzenvertreter*innen der größten Lebensmittelkonzerne Deutschlands sowie Bundesagrarministerin Julia Klöckner und Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier teilnahmen, kritisiert Slow Food Deutschland: Ermahnungen und Kontrolle von Dumpingpreisen bringen nicht die Veränderungen, die erforderlich sind. Es fehlt an einer gestaltenden Politik, die eine zukunftsfähige Ernährungs- und Landwirtschaftspolitik vorantreibt. Deren oberstes Ziel müsste es sein, die Menschen in Deutschland gut zu ernähren und einen gesunden Planeten zu hinterlassen.
Meeresschutz: Rettungsplan für gesunde Meere in Europa bis 2030

29.01.2020 - Gestern präsentierten 102 Umweltschutzorganisationen, darunter Seas At Risk, Slow Food Deutschland, BirdLife Europe, ClientEarth, Oceana, OceanCare, Surfrider Foundation Europe und WWF das „Blaue Manifest“. Dieser Rettungsplan beschreibt konkrete Maßnahmen, die innerhalb des gegebenen Zeitrahmens umgesetzt werden müssen, um das Ruder herumzureißen und die Zerstörung und Verschmutzung der Meere und Küsten umzukehren.
Schnippeldisko: Es hämmert der Bass, es duftet die Suppe

20.01.2020 - Slow Food Youth und Partner haben am vergangenen Freitag zur neunten Schnippeldisko in die Cabuwazi-Zirkuszelte auf dem Tempelhofer Feld eingeladen. Zwei Tonnen gerettetes Gemüse galt es zu schrubben und zu schnippeln, bevor es schließlich in den großen Kesseln der Fläming Kitchen zu feiner Suppe verkocht wurde - für die Schnippler*innen und für all die Teilnehmer*innen der „Wir haben es satt!“-Demonstration am darauffolgenden Tag. Eindrücke eines bewegten Abends.
Kritischer Agrarbericht: Veränderungen in der Landwirtschaft gemeinsam anpacken!

17.01.2020 - Zum Auftakt der Internationalen Grünen Woche in Berlin hat das AgrarBündnis den Kritischen Agrarbericht vorgestellt. Die Ausgabe 2020 legt einen besonderen Schwerpunkt auf das Thema „Stadt, Land – im Fluss“. Während in den Städten die Wohnungsnot immer drängender wird, leiden entlegene Regionen unter mangelnder Infrastruktur und teuren Mobilitätskosten.
Positionspapier: Bundesregierung muss für eine nachhaltige und sozial gerechte Digitalisierung in der globalen Landwirtschaft eintreten

16.01.2020 - Anlässlich des Global Forum for Food and Agriculture (GFFA) veröffentlichen am 14. Januar 22 zivilgesellschaftliche Organisationen - darunter Slow Food Deutschland - ein gemeinsames Positionspapier für eine sozial gerechte und ökologisch verträgliche Digitalisierung der globalen Landwirtschaft. Das breite Bündnis fordert die Bundesregierung auf, die Digitalisierung so zu gestalten, dass weltweit Bäuerinnen und Bauern sowie andere Arbeitende in der Landwirtschaft davon profitieren und die globalen Umwelt- und Klimaziele erreicht werden können. Beim GFFA soll unter anderem ein Konzept für einen Internationalen Digitalrat für Landwirtschaft und Ernährung vorgestellt werden. Die internationale Konferenz findet vom 16. bis zum 18. Januar in Berlin statt.
Baden-Württemberg: Großer Erfolg für Trägerkreis des Bienen-Volksbegehren

19.12.2019 - Aus den Eckpunkten ist ein tragbarer Gesetzentwurf entstanden: Die Halbierung der Pestizide, deutlich mehr Öko-Landbau und mehr Lebensräume - Baden-Württemberg hat einen ambitionierten Gesetzentwurf gegen das Arten- und Höfesterben auf den Weg gebracht.
Handelsabkommen: Sieben Gründe gegen das EU-Mercosur-Abkommen

18.12.2019 - Im Verlauf des Jahres 2020 will die Europäische Union das geplante Handelsabkommen mit den Mercosur-Staaten Argentinien, Brasilien, Paraguay und Uruguay abschließen. Die Bundesregierung und die deutsche Wirtschaft fordern den schnellstmöglichen Abschluss des Abkommens und wollen damit insbesondere neue Absatzmärkte für Konzerne erschließen. Dabei hat die EU bereits heute einen Exportüberschuss von 9,1 Milliarden Euro mit den Mercosur-Staaten, und die Gefahren des Abkommens für Mensch und Umwelt liegen auf der Hand.
Fisch-Fanggrenzen bis 2020: Minister fühlen sich nicht an EU-Recht gebunden

18.12.2019 - Vom 16.-17. Dezember wurde im EU-Ministerrat über die Fanggrenzen für über 100 Fischbestände in Nordostatlantik und Nordsee verhandelt: 2020 soll mehr gefischt werden, als das Recht erlaubt. Mit ihrer Entscheidung in der Nacht zu Mittwoch haben die Landwirtschaftsminister der EU – darunter Bundesagrarministerin Julia Klöckner – die verbindlich geltende Frist 2020 für ein nachhaltiges Fischereimanagement aller EU-Fischbestände verfehlt.
Überfischung: Nachhaltiger Fisch auf dem Teller – geht das überhaupt?

16.12.2019 - Im Rahmen eines Pressebrunchs zum Thema Nachhaltige Fischerei informierten die Slow Food Deutschland Vorsitzende Ursula Hudson, die stellvertretende Vorsitzende Nina Wolff und der Chef Alliance Koch Christoph Hauser über den Status quo der Gemeinsamen Fischereipolitik, die Notwendigkeit nachhaltiger Fanggrenzen und über die Herausforderungen für Gastronomie und Privathaushalte, nachhaltigen Fisch auf den Tisch zu bringen. So haben Köch*innen der Slow Food Chef Alliance immer häufiger Bedenken, noch Fisch auf die Speisekarte zu setzen und fordern die Politik zum Handeln auf.
Video: Chemisch-synthetische Pestizide als Auslaufmodell?

12.12.2019 - Slow Food Deutschland, MISEREOR, Bioland Niedersachsen/Bremen und PAN fordern Verbot hochgefährlicher Pestizide. Seit Jahren sind die negativen Folgen des großflächigen Einsatzes chemisch-synthetischer Pestizide in der Landwirtschaft bekannt. Ihre Nutzung wird dennoch weiterhin ausgeweitet. Dabei zeigen Beispiele der ökologischen Landwirtschaft in Indien und Deutschland, dass es auch anders geht. Dazu diskutierten die Organisationen mit ihren Gästen am Donnerstag, 14. November, im Pavillon Kulturzentrum in Hannover.
Video: Is(s)t man Vegan wirklich nachhaltiger, Dr. Ursula Hudson?

10.12.2019 - Marilena Berends von Sinneswandel war zu Besuch bei uns in Berlin, um ein Video-Interview mit unserer Vorsitzenden Ursula Hudson aufzuzeichnen, das ab jetzt verfügbar ist. Warum ist Essen politisch? Was hat die Lebensmittelproduktion mit Klima und Umwelt zu tun? Wie kann eine nachhaltige Ernährung aussehen? Warum ist billig bei Lebensmitteln nur vermeintlich billig? Wozu brauchen wir die Vielfalt? Diese und andere Fragen werden hier behandelt.
Terra Madre Tag: Verlust von Biodiversität wird Milliarden kosten

09.12.2019 - Rund um den Terra Madre Tag am 10. Dezember feiert das Slow-Food-Netzwerk weltweit die Vielfalt kulinarischer Traditionen, was den Erhalt von Biodiversität voraussetzt. Ihr Verlust wird der Staatengemeinschaft, laut neuesten Ergebnissen des Weltbiodiversitätsrats IPBES, jährlich rund 145.000 Milliarden Dollar kosten, mehr als das Eineinhalbfache des weltweiten Bruttoinlandsprodukts.
Weltbodentag: Durch Bodengesundheit Zukunft unserer Ernährung sichern

28.11.2019 - Anlässlich des Weltbodentags am 5. Dezember fordert Slow Food Deutschland Politik, Wirtschaft, Erzeuger*innen und Verbraucher*innen auf, Boden als Lebensgrundlage zu achten: Politik, indem sie Boden rechtlich schützt; Erzeuger*innen, indem sie bodenerhaltend wirtschaften und Verbraucher*innen, indem sie guten Boden durch den Kauf guter Lebensmittel fördern.
Bauernproteste: Agrarwende unumgänglich – Weitblick von Bäuer*innen, Verbraucher*innen und Politik erforderlich

26.11.2019 - Seit einigen Wochen demonstrieren Bäuerinnen und Bauern mit grünen Kreuzen und zuletzt auch mit ihren Traktoren für mehr Wertschätzung und um auf wachsende Anforderungen an die bäuerliche Arbeit hinzuweisen. Zu diesen Protesten aufgerufen haben vom Bauernverband unabhängige Initiativen, u.a. die Initiative Land schafft Verbindung. Tausende Landwirt*innen demonstrieren heute in Berlin.